FRAMOS bringt »FSM:GO IMX06A«: 50,3 MP für Embedded Vision

Artikel vom 6. November 2026
Kameras

FRAMOS stellt das Kameramodul »FSM:GO IMX06A« für Embedded Vision vor. Es nutzt Sonys IMX06A-Bildsensor mit 50,3 MP, 8K-UHD-Video und On-Chip-HDR. Zwei integrierte Objektive mit 81° oder 122° HFOV sollen die Integration in Systeme vereinfachen.

(Bild: FRAMOS GmbH)

Mit »FSM:GO IMX06A« stellt FRAMOS ein Kameramodul für Embedded-Vision-Anwendungen vor, das auf Sonys 1-Zoll-Quad-Bayer-Bildsensor basiert. Das Modul liefert 50,3 MP, 8K-UHD-Video und On-Chip-HDR. Zur Einführung stehen integrierte Objektivvarianten mit 81° und 122° horizontalem Sichtfeld bereit. Damit erhalten OEMs und Systemintegratoren eine Lösung mit vormontierter Optik, ohne Objektiv selbst auswählen und einbinden zu müssen.

Auflösung und Bildverarbeitung

Das Modul deckt mehrere Betriebsarten ab. Die volle Auflösung mit 50,3 MP ist auf Anwendungen ausgelegt, die eine hohe Detailgenauigkeit benötigen. Für Streaming- und Videoanwendungen steht 8K-UHD-Video zur Verfügung. Ein 12-MP-Binning-Modus erweitert den Dynamikumfang und verbessert die Lichtempfindlichkeit bei schwacher Beleuchtung. Zusätzlich unterstützt der Sensor On-Chip-HDR. Dadurch lassen sich Szenen mit hohen Helligkeitsunterschieden direkt im Sensordesign adressieren.

Upgradepfad für bestehende Systeme

Für Anwender mit »IMX183«- oder »IMX283«-Sensoren beschreibt das Modul einen Upgradepfad innerhalb des 1-Zoll-Formats. Gegenüber »IMX183« steigt die Auflösung von 20,2 auf 50,3 MP. Zugleich kommen der 12-MP-Binning-Modus und On-Chip-HDR hinzu. Das bekannte Sensorformat und das MIPI-Ökosystem bleiben erhalten, während zusätzliche Optionen für Auflösung, Dynamikumfang und Bildverarbeitung verfügbar werden.

Integration und Plattformunterstützung

Geliefert wird das Kameramodul nach dem System-Ready-Prinzip mit M22-Mount und präzise fokussierter Optik. Anwender können zwischen 81° oder 122° HFOV wählen. Die Schnittstelle basiert auf einer Vier-Lane-MIPI-CSI-2-Anbindung. Der »PixelMate«-Connector ermöglicht ergänzende Kabeloptionen. Für die Einbindung stehen systemfertige Treiber auf GitHub sowie ISP-abgestimmte Imaging-Pipelines bereit. Zum Marktstart umfasst die Plattformunterstützung »NVIDIA Jetson Thor« und die »Jetson Orin«-Serie. Entwicklung und Fertigung erfolgen in Europa.

Der Anbieter verweist zudem auf Erfahrung in Elektronikentwicklung, Optik und optischer Montage, Kamerakalibrierung, Image Tuning und Softwareintegration. Neben standardisierten Kameramodulen entstehen auch kundenspezifische Embedded-Vision-Lösungen. Forschung, Entwicklung und Fertigung sind an einem europäischen Technologiecampus gebündelt; die Produktionskapazitäten lassen sich laut Mitteilung bis in den Millionenbereich skalieren.

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