»ADGiLE« überwacht Gasemissionen autonom per OGI-Technologie

Artikel vom 5. November 2026
Optische Sensoren

Teledyne FLIR erweitert »ADGiLE« für die autonome Gasemissionsüberwachung. Die fest installierte OGI-Lösung kombiniert kontinuierliche Detektion, Analytik, flexible Kameraoptionen sowie Web- und Mobilzugriff für Öl-, Gas- und weitere Industrieanwendungen.

(Bild: FLIR Systems GmbH)

Mit »ADGiLE« erweitert Teledyne FLIR die automatisierte Überwachung von Gasemissionen. Die fest installierte Lösung kombiniert optische Gasbildgebung, Analytik zur Gasdetektion und eine überarbeitete Benutzeroberfläche. Betreiber sollen Emissionen kontinuierlich erkennen, Vorfälle schneller einordnen und passende Maßnahmen ableiten können. Der Einsatz ist nicht mehr nur auf methanbezogene Anwendungen in der Öl- und Gasindustrie ausgerichtet, sondern umfasst auch weitere Märkte, etwa die Detektion von Ammoniak und Ethylen.

Flexible Kamerakonfigurationen für unterschiedliche Gase

Im Vergleich zur ursprünglichen, auf Methan ausgelegten Lösung bietet das System eine größere Auswahl an Kameraoptionen. Je nach Anwendung lässt es sich mit ungekühlten Kameras zur Methandetektion oder mit gekühlten Kameras zur Erfassung verschiedener Kohlenwasserstoffe und flüchtiger organischer Verbindungen konfigurieren. Zusätzlich können visuelle und thermische Bildgebung kombiniert werden, um Standorte differenzierter zu überwachen.

Für weitläufige Betriebsgelände ist eine Schwenk-Neige-Funktion vorgesehen. Damit kann ein einzelnes System mehrere Bereiche und Anlagenkomponenten abdecken. Für entsprechende Konfigurationen in explosionsgefährdeten Bereichen ist außerdem ein ATEX-zertifiziertes Gehäuse erhältlich.

Analyse von Bildsequenzen reduziert manuelle Prüfaufwände

Zum Funktionsumfang gehört ein Detektions- und Vorfallmanagement, das tatsächliche Emissionsereignisse von möglichen Fehlalarmen unterscheiden soll. Dafür werden Gasdetektionen über aufeinanderfolgende Bildsequenzen hinweg analysiert. Das System berücksichtigt dabei Umgebungsbedingungen wie Windgeschwindigkeit, Temperaturdifferenzen, Regen und weitere Einflussfaktoren.

Ziel ist es, Warnmeldungen aussagekräftiger zu machen und den Aufwand für Betreiber zu verringern. Statt jede potenzielle Auffälligkeit manuell prüfen zu müssen, erhalten Anwender zusätzliche Informationen zur Einordnung eines Ereignisses. Die Benutzeroberfläche stellt dazu Live-Systemansichten, aufgezeichnete Vorfälle, historische Informationen und grafisch aufbereitete Ereignisdaten bereit. Der Zugriff ist über Web- und Mobilgeräte möglich. Textbenachrichtigungen können direkt mit einzelnen Vorfällen verknüpft werden, damit Ereignisse auch aus der Ferne bewertet und Maßnahmen eingeleitet werden können.

Einsatz an Tanks, Leitungen und Anlagenkomponenten

Zu den genannten Einsatzbereichen gehören Tanks, Entlüftungsleitungen, Ventile, Rohrleitungen, Separatoren und weitere Anlagenkomponenten. Die Lösung ist für Anwendungen entlang der Öl- und Gaslieferkette vorgesehen, darunter Verarbeitungsanlagen, Großtanklager für Gase und Bohrplatzumgebungen. Sie soll Betreibern helfen, die Lage am Standort besser einzuschätzen, Emissionen zu reduzieren und zwischen betrieblich bedingten Emissionen und diffusen Leckagen zu unterscheiden.

Vorgestellt wird die Lösung auf der ADIPEC 2026 vom 2. bis 5. November in Abu Dhabi. Ein spezialisiertes Team für Gasüberwachung steht dort am Stand 9413 für Vorführungen und Projektgespräche zur Verfügung.

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