Eberle prüft Tyvek-Blister: Peeltest nach ASTM F88 mit »zwickiLine«
zerstörungsfreie Bauteilprüfung
Eberle prüft die Siegelnähte seiner Tyvek-Blister mit der 2,5 kN »zwickiLine« von ZwickRoell. Der Peeltest nach »ASTM F88/F88M« liefert reproduzierbare Kennwerte für dichte und zugleich gut zu öffnende Verpackungen. Ergänzend unterstützt ein »Rockwell Härteprüfgerät« die QS. Remote-Support verkürzt Ausfallzeiten und sorgt für Verfügbarkeit im Prüflabor. Entscheidung nach Laborvorführung in Ulm.

Peeltest an Tyvek-Siegelnaht: Die Prüfmaschine misst die Abzugskraft der Siegelnaht – ein entscheidender Kennwert zur Sicherstellung der Sterilität medizinischer Verpackungen. Bild: ZwickRoell GmbH & Co. KG
Ausgangssituation und Ziel: Die Eberle GmbH & Co. KG aus Wurmberg verpackt medizintechnische Produkte in Blister mit Tyvekfolie. Für sterile Anwendungen müssen die Siegelnähte zweierlei leisten: Sie halten während Transport und Lagerung dicht und lassen sich im OP kontrolliert, ohne Rückstände öffnen. Um diese Anforderungen reproduzierbar zu prüfen, setzt Eberle seit 2024 im eigenen Labor eine »zwickiLine« ein. Das Ziel: die Festigkeit der Verbindung zwischen Blisterkörper und Tyvekfolie normgerecht messen und dokumentieren.
Normgerechter Peeltest nach »ASTM F88/F88M«
Kern der Prüfung ist der Peeltest, bei dem die Abzugskraft ermittelt wird, mit der sich die Tyvekfolie vom Blister ablöst. Die Norm »ASTM F88/F88M« beschreibt Aufbau, Durchführung und Auswertung der Messung. So lassen sich produktspezifische Grenzwerte festlegen und fortlaufend überwachen. Für Eberle ist die Prüfung ein fester Bestandteil der Qualitätssicherung und der Nachweis, dass Verpackungen ihre Funktion über den gesamten Produktlebenszyklus erfüllen.
Prüfaufbau mit der »zwickiLine« (2,5 kN)
Die eingesetzte Maschine ist für niedrige Kraftbereiche ausgelegt und eignet sich damit für flexible Verpackungsmaterialien. Über die zugehörige Software wird der Prüfablauf geführt, sodass Bedienerinnen und Bediener den Peeltest nach Norm sicher und gleichbleibend ausführen können. Die Messdaten belegen die Einhaltung interner und regulatorischer Qualitätsanforderungen. Ergänzend prüft Eberle mit einem »Rockwell Härteprüfgerät« weitere Bauteile – die Kombination stärkt die Prozesskontrolle entlang der Fertigung.
Einführung mit Praxischeck
Vor der Investition testete Eberle die Lösung in einer Laborvorführung bei ZwickRoell in Ulm. Neben der Messleistung standen Handhabung, Wartung und Zukunftssicherheit im Fokus. Das Feedback aus dem Praxistest floss in die Entscheidung ein – mit dem Ergebnis, dass die Prüftechnik die Anforderungen im Tagesgeschäft abdeckt.
Service und Verfügbarkeit
Für den Betrieb setzt Eberle auf den »Remote Support« von ZwickRoell. Bei Störungen unterstützt der Service per Ferndiagnose, reduziert Stillstandszeiten und erhöht die Verfügbarkeit im Prüflabor. So bleiben wiederkehrende Prüfungen planbar und Audit-Termine belastbar.
Nutzen für die Medizintechnik
Die Kombination aus normgerechtem Prüfaufbau, reproduzierbaren Ergebnissen und solider Serviceanbindung macht die Lösung zu einem Bestandteil der Qualitätssicherung: Sie schafft Transparenz über Siegelnahtfestigkeiten, erleichtert Freigaben und liefert Nachweise gegenüber Kunden und Behörden. Für Unternehmen mit sterilen Verpackungen ist der Peeltest nach »ASTM F88/F88M« damit ein klarer Hebel, um Risiken im Feld zu minimieren und Prozesse zu stabilisieren.


