Mobiles Spektralfotometer für vernetzte Farbqualität

Artikel vom 12. Oktober 2026
Embedded-Systeme

X-Rite Pantone stellt mit »Spectura« eine mobile Plattform für Kugelspektralfotometer vor. Sie verbindet Farbmessung, Cloud-Workflows und Gerätemonitoring, damit Produktions- und Laborwerte schneller für die Qualitätssicherung nutzbar werden.

(Bild: X-Rite Pantone Inc.)

Mit der neuen Plattform bringt X-Rite Pantone das mobile Kugelspektralfotometer »Spectura« in die Farbqualitätssicherung. Ziel ist es, Farbdaten aus Labor und Produktion besser zu verbinden und Entscheidungen auf Basis aktueller Messwerte zu beschleunigen. Gerade in dezentralen Fertigungsumgebungen müssen Hersteller Farbmanagement über Standorte, Lieferanten und unterschiedliche Materialien hinweg koordinieren. Gleichzeitig werden Toleranzen enger und Freigabezyklen kürzer. Werden Produktionsdaten dabei noch manuell weitergeleitet, fehlt oft Transparenz, und Korrekturmaßnahmen verzögern sich.

Farbdaten aus Labor und Fertigung verbinden

Die Plattform ist für Messleistung in Laborqualität in einem tragbaren, robusten Gerätedesign ausgelegt. Sie kombiniert optische Systeme, eine hochauflösende kamerabasierte Zielerfassung, temperatursensitive Messfunktionen, passendes Zubehör sowie sichere Cloud-Vernetzung. Ergänzt wird das System durch die Integration mit »NetProfiler« und eine Architektur, die sich für weitere Anwendungen erweitern lässt.

Eine hohe Übereinstimmung mit bestehenden Handheld- und Tischsystemen des Herstellers soll Messabweichungen reduzieren und die Abstimmung mit Farbvorgaben erleichtern. Damit entsteht eine gemeinsame Datenbasis für ein vernetztes Farbmanagement, das Labor, Produktion und Qualitätsmanagement näher zusammenführt.

Cloud-Workflows für die Qualitätssicherung

Über »Color iQC« werden Daten zur Farb- und Geräteleistung direkt in digitale Qualitätsworkflows übertragen. Qualitätsmanager können Produktionsergebnisse dadurch zeitnah prüfen. Manuelle Übertragungen entfallen, Abweichungen lassen sich früher erkennen, und Nacharbeit kann reduziert werden. Der gemeinsame Datenbestand unterstützt außerdem die Zusammenarbeit über Standorte und Lieferanten hinweg.

Die Geräteserie verbindet Hardware, Cloud-Dienste, Software und modulare Anwendungen. Damit können Hersteller bestehende Farbstandards und etablierte Arbeitsweisen weiter nutzen und ihre Workflows schrittweise digitalisieren.

Drei Modelle für unterschiedliche Anforderungen

Die Serie umfasst drei Varianten: »S60« ist für mobile Farbvergleiche vorgesehen, »S62« für die tägliche Qualitätssicherung und »S64« für engere Toleranzen sowie die Übereinstimmung mit »Ci7800«-Tischspektralfotometern. Zudem verweist die Mitteilung auf neue regulatorische Anforderungen, darunter den Cyber Resilience Act der EU.

Vorgestellt wird die Serie vom 12. bis 16. Oktober auf der FAKUMA 2026 in Friedrichshafen in Halle B1, Stand 1307. Eine Live-Vorführung ist für Dienstag, 13. Oktober, um 10:00 Uhr geplant. Am 21. Oktober folgt ein globales Launch-Event zur unternehmensweiten Vernetzung von Farbmessung und Qualitätssicherung. Die Serie ist ab sofort erhältlich.

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