ImagingNext 2026: Vision AI und Embedded Vision in München
Sensoren
Auf der ImagingNext 2026 in München diskutierten Fachleute, Entwickler und Anwender über die Zukunft der Bildverarbeitung. FRAMOS rückte dabei KI, Robotik, Sensorik, Software, Edge Computing und Anwendungen in der Raumfahrt in den Fokus.

(Bild: FRAMOS GmbH)
Auf der »ImagingNext 2026« in München kamen am 14. und 15. Oktober Fachleute aus Bildverarbeitung, Entwicklung und Anwendung zusammen. Veranstaltet wurde die zweitägige Konferenz von FRAMOS. Im Mittelpunkt standen Technologien und Praxisbeispiele rund um Vision AI, Embedded Vision und Smart Imaging.
Das Leitthema »AI-driven Vision and the Future of Smart Imaging« prägte Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und persönliche Gespräche. Die Teilnehmenden tauschten sich darüber aus, wie Bildverarbeitungssysteme künftig aufgebaut sein müssen, damit sie in realen Einsatzumgebungen zuverlässig arbeiten. Dabei ging es nicht nur um einzelne Komponenten, sondern vor allem um deren Zusammenspiel.
Von Raumfahrt bis Edge Computing
Das Programm reichte von Bildverarbeitung auf der Internationalen Raumstation über Industrial Vision AI, robotische Wahrnehmung und Physical AI bis hin zu Kamerasoftware, Bildsensoren und Edge Computing. Am ersten Konferenztag standen Anwendungen im Vordergrund, etwa in der Robotik, in industriellen Umgebungen und in der Raumfahrt. Diskutiert wurde, wie Vision-Systeme Maschinen dabei unterstützen, ihre Umgebung wahrzunehmen und mit ihr zu interagieren.
Der zweite Konferenztag konzentrierte sich auf technologische Grundlagen. Dazu gehörten Bildqualitätssimulation, FPGA-Technologie, HDR-Verarbeitung, die Abstimmung von Sensoren und System-on-Chip-Lösungen sowie die Entwicklung kompletter Bildverarbeitungssysteme. Beiträge aus Raumfahrt, Halbleitertechnik, Software, Robotik und Kameratechnik zeigten, wie breit das Feld inzwischen aufgestellt ist.
Hardware, Software und KI zusammendenken
Eine wiederkehrende Botschaft der Veranstaltung war: Leistungsfähige Vision-Systeme entstehen nicht allein durch die Auswahl passender Einzelteile. Sensoren, Optik, Beleuchtung, Software, Datenverarbeitung und KI müssen aufeinander abgestimmt sein. Erst dadurch lässt sich ein System entwickeln, das auch unter wechselnden Einsatzbedingungen die geforderte Leistung bringt.
Diese Sichtweise spielte besonders bei Anwendungen mit robotischer Wahrnehmung, Physical AI und industrieller Bildverarbeitung eine Rolle. Wenn Maschinen ihre physische Umgebung erkennen, bewerten und darauf reagieren sollen, müssen Bilddaten, Rechenleistung und Algorithmen eng zusammenspielen. Auch Themen wie Kamerakalibrierung, Image Tuning und Systemintegration wurden in diesem Zusammenhang adressiert.
Austausch im Imaging-Ökosystem
Neben den technischen Inhalten stand der branchenübergreifende Austausch im Fokus. Die Veranstaltung brachte Fachleute aus Halbleiterentwicklung, Linux-Umfeld, Robotik, Kameratechnik und Systemintegration zusammen. Gerade diese Mischung eröffnete unterschiedliche Perspektiven auf gemeinsame Herausforderungen.
In Gesprächen zwischen den Vorträgen und während der Diskussionen ging es unter anderem um humanoide Robotik, Computer Vision und die Frage, wie aus Forschungsideen konkrete Anwendungen entstehen können. Auch der Blick in die Raumfahrt machte deutlich, dass heutige Entwicklungen in Bildverarbeitung und KI langfristig neue Einsatzfelder ermöglichen können.
Ein besonderer Dank galt RealSense, dem Golden Sponsor der Veranstaltung. Mit Blick auf die weitere Entwicklung der Bildverarbeitung wurde deutlich, dass technische Innovationen nur dann in praxistaugliche Lösungen überführt werden können, wenn Wissen, Erfahrung und Perspektiven aus verschiedenen Disziplinen zusammenkommen.


