Effizienter Einstieg in die Lösemittelreinigung

Artikel vom 1. September 2026
Teilereinigung

Wenn Öle, Fette, Emulsionen oder Späne zuverlässig von Bauteilen entfernt werden müssen, können nicht halogenierte Kohlenwasserstoffe und modifizierte Alkohole eine Alternative zu wässrigen Reinigungsverfahren sein. Die »EcoCbase« von Ecoclean ist dafür als kompakte Einstiegslösung ausgelegt. Die Einkammer-Vollvakuumanlage richtet sich vor allem an Unternehmen mit kleineren Chargen und wechselnden Reinigungsaufgaben.

Die Kombination der Verfahren Dampfentfetten, Spritz- und Tauchreinigung sowie Injektionsflutwaschen mit Technologien wie Ultraschall und »Pulsated Pressure Cleaning« ermöglicht die effiziente und nachhaltige Reinigung unterschiedlicher Teile mit hohen Sauberkeitsanforderungen. Bild: Ecoclean

Mit der »EcoCbase« bietet Ecoclean eine kompakte Einkammer-Vollvakuumanlage für die Lösemittelreinigung. Sie richtet sich an Betriebe mit kleineren Chargen, wechselnden Aufgaben und Anforderungen an Bauteilsauberkeit, Medienstandzeit und Energieeinsatz.

Hintergrund sind steigende Anforderungen an die Bauteilsauberkeit, während Produktportfolios in vielen Branchen vielfältiger werden und Stückzahlen sinken. Gefragt sind Anlagen, die sauber reinigen und sich wirtschaftlich an unterschiedliche Aufgaben anpassen lassen. Die Anlage ist als S- und M-Version erhältlich. Je nach Ausführung benötigt sie 2.000 × 1.400 mm beziehungsweise 2.500 × 1.600 mm Stellfläche. Mit einer Transporthöhe von 1.940 mm soll sie auch bei niedrigen Deckenhöhen aufgestellt werden können.

Chargengrößen und Medienaufbereitung

Die S-Version verarbeitet Chargen bis 430 × 225 × 200 mm und 50 kg. Die M-Variante ist für Chargen bis 530 × 320 × 250 mm und 75 kg ausgelegt. Die Beschickung erfolgt standardmäßig manuell, kann aber automatisiert werden.

Für eine konstante Medienqualität sorgen Vollstrom- und Bypassfiltration. Eine integrierte Destillation bereitet das Lösemittel kontinuierlich auf. Abgeschiedene Öle werden in einem überwachten externen Behälter gesammelt und können zurückgewonnen werden. Das verlängert die Medienstandzeit und reduziert den Verbrauch.

Flexible Reinigungsverfahren

Bei den Reinigungsverfahren stehen Dampfentfetten, Spritz- und Tauchreinigung sowie Injektionsflutwaschen zur Verfügung. Diese Verfahren lassen sich mit Ultraschall, »Ultraschall Plus« und »Pulsated Pressure Cleaning« kombinieren. Ein frequenzgesteuerter Drehantrieb unterstützt die Teilepositionierung und Warenrotation. In der Steuerung können bis zu 50 teilespezifische Reinigungsprogramme hinterlegt werden.

Beim Energieverbrauch setzt das Konzept unter anderem auf Wärmerückgewinnung. Das Reinigungsmedium wird mit der Abwärme aus der Destillation beheizt. Weitere Funktionen zur Rückgewinnung von Wärme sollen den Energiebedarf zusätzlich senken. Ein redundantes Sicherheitskonzept überwacht unter anderem Temperaturen und Drücke automatisch. Zudem ist die Lösemittelreinigung nahezu emissionsfrei.

Einsatz als dezentrale Reinigungsstation

Die Anlage zielt nicht nur auf kleinere Betriebe. Sie kann auch in größeren Fertigungen als dezentrale Reinigungsstation eingesetzt werden. Interessant ist das Verfahren außerdem dort, wo Wasserverbrauch oder Abwasserentsorgung eingeschränkt sind. Voraussetzung ist, dass die jeweilige Reinigungsaufgabe für Lösemittel geeignet ist. Ob das der Fall ist, lässt sich in Testzentren prüfen.

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