Messtechnik neu denken
Systeme und Messmaschinen
Im Qualitätsmanagement gibt es einen Moment, den viele Verantwortliche nur zu gut kennen: Eine Prüfung steht an, das Bauteil ist komplex, die Toleranzen sind eng – und plötzlich wird sichtbar, wie stark die eigene Messtechnik tatsächlich im Alltag verankert ist. Reicht die vorhandene Lösung noch aus? Ist sie schnell genug, sicher genug, vernetzt genug? Oder ist der Sprung zur nächsten Stufe überfällig? Genau an diesem Punkt setzt die CHECK 2026 an.

Live-Vorführungen bei der »CHECK2026« machen deutlich, wie Messtechnik, Automatisierung und Software im Messraum zusammenwirken. Bilder: Klostermann
Am 20. und 21. Mai 2026 lädt die Klostermann GmbH nach Remscheid ein. Der Branchentreff für 3D-Messtechnik richtet sich nicht nur an Messtechnikspezialisten, sondern an alle, die Qualität im Produktionsalltag absichern, Prozesse stabil halten und Prüfaufgaben wirtschaftlich lösen müssen. Für das Qualitätsmanagement ist das eine wichtige Botschaft: Moderne Messtechnik ist längst kein isoliertes Werkzeug mehr, sondern ein zentraler Baustein der Prozesskette. Warum die CHECK 2026 für das Qualitätsmanagement spannend ist.
Leitgedanke »#bessermessen«
Die steigenden Anforderungen in Fertigung und Prüfung zeigen das deutlich. Wer heute Qualität sichern will, braucht Lösungen, die sich in Produktionsprozesse integrieren lassen, die automatisiert arbeiten können und die auch dort zuverlässig funktionieren, wo Zeit, Personal und Platz knapp sind. Die CHECK 2026 greift genau diesen Anspruch auf. Unter dem Leitgedanken »#bessermessen« zeigt Klostermann ein breites Spektrum an Anwendungen und Technologien, bei denen Hardware, Software und Prozesslogik zusammen gedacht werden.

Während der »CHECK 2026« wird in Remscheid moderne 3D-Messtechnik für industrielle Qualitätsprozesse erlebbar.
An 45 Stationen präsentiert das Unternehmen in seinem Kompetenzzentrum in Remscheid ein breites Portfolio moderner Messtechnik. Dazu gehören taktile und optische Verfahren, 3D-Scanning, Rauheitsprüfung, Wellenmesstechnik, industrielle Computertomografie, mobiles Digitalisieren sowie AR- und VR-Lösungen. Ergänzt wird die Ausstellung durch Spannsysteme, Bauteil-Handling, Automatisierung, Software und komplette Messraumkonzepte. Für das Qualitätsmanagement ist genau diese Systemperspektive entscheidend: Nicht nur das Gerät zählt, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten ist wichtig.
Besonders praxisnah wird die Veranstaltung durch Live-Vorführungen. Besucher sehen nicht nur einzelne Geräte, sondern konkrete Anwendungsszenarien. Das ist für Qualitätsverantwortliche relevant, weil sie aus der Praxis heraus bewerten müssen, ob sich eine Lösung in den eigenen Ablauf übertragen lässt.

Die »CHECK 2026« versteht sich als Branchentreff für den persönlichen Austausch zwischen Anwendern und Messtechnik-Experten.
Wie lässt sich ein Bauteil sicher zuführen? Wie funktioniert die automatische Messung im Takt der Fertigung? Wie gelingt die Werker-Selbstprüfung mit einer Bedienoberfläche, die auch im Alltag wirklich intuitiv bleibt? Die CHECK 2026 liefert Antworten nicht theoretisch, sondern direkt am Anwendungsfall.
Keine klassische Ausstellung
Hinzu kommt ein Bühnenprogramm mit Einblicken aus verschiedenen Branchen. Anwender aus Automotive, Medizintechnik, Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie der Haushaltsgeräteindustrie berichten aus ihrer Praxis. Gerade dieser Blick über die eigene Branche hinaus kann im Qualitätsmanagement wertvoll sein. Denn viele Probleme sind ähnlich: steigende Prüfanforderungen, Fachkräftemangel, zunehmende Komplexität der Bauteile und der Wunsch nach mehr Prozesssicherheit bei weniger Aufwand. Wer Lösungen aus anderen Branchen sieht, erkennt oft schneller, welche Ansätze sich auf die eigene Fertigung übertragen lassen.
Die CHECK ist keine klassische Ausstellung. Sie versteht sich als Branchentreff, bei dem der persönliche Austausch im Mittelpunkt steht. Genau darin liegt ihr Mehrwert. Mehr als 30 Messprofis von Klostermann und aus dem Kreis führender Hersteller stehen für Gespräche bereit.
Besucher können eigene Bauteile, konkrete Fragestellungen und offene Probleme mitbringen. Das ist für das Qualitätsmanagement besonders wertvoll, weil technische Entscheidungen selten auf Broschüren oder Produktdatenblätter allein gestützt werden können. Es geht um Machbarkeit, Integration, Aufwand und Nutzen – also um die Fragen, die im Alltag wirklich zählen.
Gerade in Zeiten wachsender Automatisierung verändert sich auch die Rolle des Qualitätsmanagements. Es reicht nicht mehr, Prüfungen nur zu dokumentieren. Qualität muss in Echtzeit verstanden, gesteuert und abgesichert werden. Messtechnik wird damit zum strategischen Instrument. Sie schafft Transparenz, reduziert Risiken und unterstützt Entscheidungen, bevor aus einer Abweichung ein Problem wird. Die CHECK 2026 zeigt, wie dieser Anspruch praktisch aussehen kann: vom einzelnen Messplatz bis zum vollständig vernetzten Messraum.
Für Qualitätsverantwortliche ist der Termin deshalb mehr als ein Messebesuch. Er ist eine Gelegenheit, den eigenen Stand zu überprüfen, neue Impulse mitzunehmen und mit Experten auf Augenhöhe über reale Herausforderungen zu sprechen. Wer Qualität nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten will, findet in Remscheid ein Format, das genau dafür gemacht ist.
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