GRT gründet GRTclean Europe und startet in Memmingerberg
Teilereinigung
Der chinesische Anlagenhersteller GRT expandiert nach Europa und gründet die GRTclean Europe GmbH in Memmingerberg. Mit Vertrieb, Service, Laboren und perspektivisch Produktion will das Unternehmen näher an seine Kunden rücken und Impulse in der industriellen Bauteilreinigung setzen.

Dieter Abler, Direktor Sales & Marketing GRTclean Europe (links), mit Gerry Ni (rechts), Gründer und Inhaber von GRT weltweit, auf der Euroguss 2026.
Der europäische Markt für industrielle Bauteilreinigung gilt als anspruchsvoll und etabliert. Mit der Gründung der GRTclean Europe GmbH in Memmingerberg geht der chinesische Hersteller GRT nun bewusst diesen Schritt. Ziel ist es, bestehende und neue Kunden in Europa künftig direkter zu betreuen und Strukturen für Vertrieb, Service und technische Unterstützung vor Ort aufzubauen.
Geplant sind Servicestützpunkte in mehreren europäischen Ländern, Labore für Sauberkeitstests sowie mittelfristig Montage- und Produktionskapazitäten in Europa. Die Leitung des Standorts übernimmt Dieter Abler als Direktor Sales & Marketing. Er verfügt über langjährige internationale Erfahrung im Maschinenbau, kennt CNC-Prozesse ebenso wie industrielle Reinigungstechnologien und soll den Aufbau der europäischen Organisation verantworten.
Über 300 internationale Kunden
GRT wurde 2010 von Gerry Ni gegründet. Nach Stationen als Maschinenbau-Ingenieur in Deutschland und leitenden Funktionen in China entschied er sich zur Selbstständigkeit. Aus einer kleinen mechanischen Fertigung in Wuxi entwickelte sich ein Unternehmen mit heute über 100 Mitarbeitenden und Standorten in Thailand, Singapur, den USA und nun auch in Europa. Mehr als 300 international tätige Kunden aus Automobilindustrie, Elektronik, Medizintechnik sowie Luft- und Raumfahrt setzen auf die Anlagen des Unternehmens.
Im Fokus stehen Anwendungen mit hohen Anforderungen an die technische Sauberkeit. Die Anlagen sind auf reproduzierbare Prozesse ausgelegt und orientieren sich an internationalen Normen, Zertifizierungen und Dokumentationspflichten. GRT bietet zudem die Integration kundenspezifischer Komponenten wie Roboter oder Pumpen an und zeigt sich flexibel bei der Umsetzung individueller Vorgaben.
Technologisch deckt das Unternehmen drei Reinigungswelten ab: wässrige Verfahren, lösungsmittelbasierte Prozesse sowie kohlenwasserstoffbasierte Anwendungen. Diese Bandbreite ermöglicht es, unterschiedliche Materialien, Geometrien und Sauberkeitsziele gezielt zu adressieren und Verfahren bei Bedarf zu kombinieren.
Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt liegt auf dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Bereits heute kommen Funktionen wie Bauteilerkennung, adaptive Reinigungsabläufe, Sensorik zur Überwachung von Prozessmedien und Industrie-4.0-Schnittstellen zum Einsatz. Perspektivisch sollen Anlagen Prozesse analysieren und eigenständig darauf reagieren können.
Die Maschinen basieren auf modularen Plattformen. Reinigungsmodule, Trocknungssysteme sowie Greifer- und Korbsysteme lassen sich anpassen oder austauschen. Das schafft Flexibilität für unterschiedliche Produktionsanforderungen und ermöglicht eine schrittweise Erweiterung bestehender Anlagen.
Zum Portfolio zählen roboterbasierte Reinigungssysteme, Ultraschall-, Tauch- und Flutanlagen, Durchlauf-Reinigungsanlagen mit CNC-gesteuerten Achsen sowie CNC-Lösungen mit integrierter Bürsten-Entgratung. Ergänzt wird das Angebot durch Systemintegration, Automatisierungslösungen und Labore für technische Sauberkeit. Auf Wunsch realisiert GRT auch komplette Produktionsabschnitte von der Teilebehandlung bis zur Verpackung.
Mit der Gründung von GRTclean Europe setzt das Unternehmen auf eine langfristige Präsenz im europäischen Markt. Der Fokus liegt auf Kundennähe, technischer Kompetenz und dem weiteren Ausbau von Service- und Produktionsstrukturen vor Ort.

