Neue Nikon-Mikroskope, Kamera und Software

Artikel vom 2. März 2026
Optoelektronische Geräte und Systeme

Nikon erweitert sein Portfolio für die industrielle Mikroskopie: Mit den Modellen »ECLIPSE LV150NA LED«, »ECLIPSE LV150N LED« und »ECLIPSE MA200 LED«, der Kamera »Digital Sight 100« sowie der Software »NIS-Elements LE« stehen neue Lösungen für Bildgebung, Dokumentation und Analyse bereit.

Nikon NIS-Elements LE Software - selbst gezüchtete Salzkristalle, Anwendung zeigt Kristallinspektion mit Partikelanalyse.

Mit den neuen Modellen »ECLIPSE LV150NA LED«, »ECLIPSE LV150N LED« und »ECLIPSE MA200 LED« baut Nikon sein Angebot für die industrielle Mikroskopie aus. Die Systeme richten sich an Anwender in Qualitätssicherung, Fertigung sowie Forschung und Entwicklung und setzen auf LED-Lichtquellen mit hoher Farbwiedergabe. Gegenüber herkömmlichen Halogenlampen erhöht sich die Lebensdauer von 1.100 auf 50.000 Stunden. Das reduziert Wartungsaufwand und Stillstandzeiten.

Die aufrechten Mikroskope »ECLIPSE LV150NA LED« und »ECLIPSE LV150N LED« sind für die Auflichtbeleuchtung konzipiert. Je nach Beobachtungsmethode und Prüfaufgabe lassen sich passende Zubehörkomponenten integrieren. Das inverse »ECLIPSE MA200 LED« eignet sich insbesondere für die Untersuchung von Industrieteilen sowie für Anwendungen in Forschung und Entwicklung. Durch die Integration der LED-Lichtquelle in das Stativ wird die Stellfläche um bis zu rund 100 mm reduziert – ein Vorteil bei begrenztem Platzangebot im Labor oder in der Fertigung.

Kompatibilität für bedarfsgerechte Erweiterung

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Kompatibilität: Vorhandenes Zubehör kann mit den neuen Modellen weiterverwendet werden. Das erleichtert die Modernisierung bestehender Systeme und ermöglicht eine schrittweise Erweiterung entsprechend dem jeweiligen Bedarf.

Ergänzend dazu hat Nikon im Dezember 2025 die Mikroskopkamera »Digital Sight 100« vorgestellt. Sie ist mit der gesamten Produktpalette an Industrie- und Messmikroskopen kompatibel. In Verbindung mit Industriemikroskopen (FN16) erreicht sie eine Auflösung von 6,5 Megapixeln (2.944 x 2.208 Pixel). Als eigenständige Kamera bietet sie 17,7 Megapixel und unterstützt Weitwinkelaufnahmen mit bis zu 4.864 x 3.648 Pixeln (FN25). Damit lassen sich feine Strukturen detailliert erfassen und dokumentieren.

Für flexible Einsatzszenarien stehen mehrere Schnittstellen zur Verfügung: USB 3.2, HDMI, WLAN und Ethernet. So kann die Kamera sowohl lokal als auch in vernetzten Umgebungen eingesetzt werden. Das unterstützt Workflows, bei denen Bilder angezeigt, aufgezeichnet und standortübergreifend geteilt werden.

Die Kamera ist auf die Zusammenarbeit mit der Software »NIS-Elements LE« ausgelegt. Darüber hinaus wird sie mit den aktuellen Versionen von »NIS-Elements D/Ar/Br« kompatibel sein. »NIS-Elements LE« ist im Lieferumfang der »Digital Sight 100« enthalten und bietet eine Arbeitsumgebung für die routinemäßige Mikroskopie-Bildgebung unter Windows auf PCs und Tablets. Unterstützt werden USB- und WLAN-Verbindungen für eine flexible Geräteeinbindung.

Zum Funktionsumfang gehören Kamerasteuerung, Kalibrierung, Überlagerungen, Anmerkungen, Gitter, grundlegende Messfunktionen sowie Werkzeuge zum Teilen von Bildern und Videos. Die Software wurde für die Integration mit den Nikon-Modellen DS10, DS100 und DS1000 entwickelt und ermöglicht einen durchgängigen Workflow von der Aufnahme bis zur Weitergabe der Daten.

Mit der Kombination aus LED-Mikroskopen, hochauflösender Kamera und integrierter Software adressiert Nikon typische Anforderungen industrieller Anwender: reproduzierbare Bildqualität, reduzierte Wartung, flexible Schnittstellen und eine effiziente Dokumentation. Unternehmen erhalten damit Bausteine, um bestehende Mikroskopie-Arbeitsplätze zu modernisieren oder neue Prüf- und Analyseprozesse aufzusetzen.

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